Ein Informatikstudium vermittelt vor allem allgemeine Grundlagen wie Algorithmen, Softwarearchitektur, Datenbanken, Betriebssysteme und Programmierprinzipien.
WordPress ist dagegen ein sehr spezielles Ökosystem mit eigener Praxis, typischen Plugins, Theme-Entwicklung, PHP, JavaScript, Sicherheits- und Performance-Themen sowie viel Systemwissen rund um Content-Management.
Warum das nicht automatisch zusammenfällt
Ein studierter Informatiker kann theoretisch sehr stark sein und trotzdem wenig WordPress-Erfahrung haben, weil das Studium nicht darauf ausgelegt ist, ein bestimmtes CMS im Detail zu lehren. WordPress-Kompetenz entsteht oft erst durch konkrete Projekterfahrung, etwa beim Anpassen von Themes, beim Debugging von Plugins oder beim Umgang mit typischen Website-Problemen.
Unterschiedliche Kompetenzarten
- Informatik: eher breites Fundament, methodisches Denken, technische Konzepte.
- WordPress: eher anwendungsnahes Know-how, CMS-spezifische Routinen, Plugin- und Theme-Praxis, Sicherheits- und Performance-Fehler vermeiden.
Ein Experte für WordPress kennt oft die üblichen Stolpersteine sehr genau, auch wenn er keinen klassischen Informatikabschluss hat.
Dazu ein einfaches Bild
Ein Arzt kann sehr gut ausgebildet sein, aber nicht automatisch jede medizinische Spezialtechnik beherrschen. So ist zum Beispiel ein Orthopäde nicht gleichzeitig ein guter Herzchirurg, obwohl sie beide Mediziner sind. Genau so ist ein Informatiker nicht automatisch ein WordPress-Spezialist, nur weil beide mit IT-Technik zu tun haben.
Praktische Folge
Für WordPress-Projekte ist deshalb oft wichtiger, ob jemand die Plattform wirklich schon gebaut, angepasst und betrieben hat, statt nur einen Abschluss zu besitzen.
Gerade bei WordPress zählen Erfahrung mit dem konkreten Stack und die Fähigkeit, typische Probleme schnell zu lösen.

